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Dachauer Studenten planen für Afrika

Artikel aus der SZ vom 22.12.2006

Dachau (Petra Schafflik)

 

Einen Kindergarten für Afrika planen und bauen drei Architekturstudentinnen aus dem Landkreis gemeinsam mit 26 Kommilitonen der Technischen Universität München. In Orange Farm, einem Township 40 Kilometer südlich von Johannesburg/Südafrika, sollen 100 Kinder nicht länger in Wellblechhütten hausen, sondern schon im kommenden Jahr in einem modernen Kindergarten lernen und spielen.

"Im September 2007 werden wir nach Afrika reisen, den Kindergarten dort gemeinsam mit örtlichen Handwerkern selbst aufbauen" , berichtet Wenke Waldmann. Die Architekturstudentin aus Erdweg nimmt gemeinsam mit Vroni Stadler und Anne Kager, alle ehemalige Schülerinnen des Josef-Effner-Gymnasiums (JEG) , an einem ungewöhnlichen Studienprojekt teil. Sie konzipieren nicht wie üblich im Studienfach "Entwürfe" ein fiktives Gebäude, dessen durchdachte Pläne dann im Papierkorb landen.

Kindgerechte Planung

Im Projekt "Orange Farm" geht es konkret zu: Geplant wird ein Kindergarten, der in Afrika aus einheimischem Material kostengünstig errichtet wird. Schon in neun Monaten sollen sich die afrikanischen Kinder in den drei Gruppenräumen und dem kindgerechten Freigelände tummeln. Noch aber brüten die 29 Projektteilnehmer am Institut für Entwerfen und Bautechnik, Fachgebiet Holzbau von Professor Hermann Kaufmann über den Plänen.

In regem E-Mail-Kontakt zu den afrikanischen Erzieherinnen haben sie den Raumplan entwickelt. "Wichtig ist, dass wir alle Arbeitsschritte kennenlernen, vom Entwerfen bis zur Logistik einer Baustelle, der Material- und Kostenplanung" , sagt Wenke Waldmann.

Unterstützt wird das Projekt von SARCH , einem gemeinnützigen Verein, der ähnliche Projekte europäischer Hochschulen schon mitgetragen hat. Gefördert werden dabei stets Bildungseinrichtungen mit dem Ziel, nachhaltiges, energieeffizientes und kostengünstiges Bauen in Entwicklungsländern zu fördern. Die TU München beteiligt sich mit dem Kindergarten für "Orange Farm" zum ersten Mal an einem SARCH -Projekt.

Wenke Waldmann hat überzeugt, dass der Entwurf den örtlichen Gegebenheiten angepasst, damit an anderer Stelle nachzubauen ist. "Wir wollen nicht irgendein High-Tech-Modul hinstellen und wieder abreisen." Deshalb erwerben die Studenten erst einmal Kenntnisse in afrikanischer Lehmbauweise. Und sammeln Geld. Denn die Nachwuchsarchitekten planen zwar ehrenamtlich, zahlen Reise und Unterkunft aus eigener Tasche. Doch Baumaterial und Lohn der afrikanischen Bauarbeiter werden rund 70 000 Euro kosten. "Wir sind auf Spenden angewiesen" .

Weitere Informationen zum Projekt unter www.orangefarm-tum.de

 

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