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Hausbau in Johannesburg

Artikel aus der SZ vom 02.05.2007

Von Ursula Sautmann

Stephanie Kalläne hilft Kindern in Südafrika

Wenn Stephanie Kalläne Häuser entwirft, dann normalerweise für eine gute Note. Seit vergangenem Semester ist alles anders. Die Eichenauer Architekturstudentin investiert viel Zeit in ein Projekt, das am Ende auch Realität werden soll: ein Kindergarten in einem Twonship in Südafrika. Als zu Beginn des Wintersemesters 2006/2007 die verschiedenen Projekte für die Entwurfsklasse vorgestellt wurden, waren Steffi und ihre Kommilitonen sofort Feuer und Flamme. Schließlich ging es bei dem Kindergarten für Orange Farm südlich von Johannesburg nicht nur darum, auf dem Papier oder am Bildschirm zu entwerfen, sondern sich mit den schönen Plänen tatsächlich auch selber der Wiklichkeit zu stellen. Im August wird Steffi zusammen mit einer Gruppe und auf eigene Kosten nach Südafrika fahren und beim Bau helfen.

Steffi steht am Anfang ihres Hauptstudiums an der TU München. Gemeinsam mit Studenten aus höheren Semestern will sie für 60 bis 80 Kinder einen Kindergarten bauen, der Wellblechbaracken ersetzt. In Österreich und Aachen wurden bereits acht ähnliche Projekte verwirklicht, in München soll erstmals ein Entwurf der Studenten realisiert werden. Es begann mit Workshops und einem Kongress in Wien, wo die nötigen Vorkenntnisse über Klima Topographie, über Kultur und Geschichte sowie über die bisherigen Erfahrungen gesammelt und verarbeitet wurden."wir haben viel gelernt, auch aus den Fehlern der anderen", erzählt Steffi. Das Baumaterial will gut ausgewählt sein: Sommer sind in Johnnesburg heiß und feucht, Winter kühl und trocken, eine Heizung nicht vorgesehen.

Im vergangenen Semester war Steffi in einer Arbeitsgruppe, desen Entwurf sich in wichtigen Teilen am Ende langer Diskussionen durchsetzen konnte. Geplant sind jetzt zwei Gebäude unter einem großen Schattendach, das als erstes gebaut werden soll, um die Baustelle zu schützen. Später sollen die Kinder unter dem eigenständigen Dach auch bei strahlender Sonne oder warmen Regen draußen spielen und lernen können.

"Wir sind für dieses Konzept strk angegriffen worden", erzählt die Eichenauer Studentin. Von "Hasenställen" unter "hässlichen Stahlstützen" war die Rede. Doch bei dem Projekt geht es nicht nur darum, den Kindern und ihren Betreuern optimale Aufenthaltsbedingungen zu garantieren. Ziel ist es auch, den Kommunen und menschen vor Ort Anregungen für nachhaltiges und kostengünstiges Bauen zu geben und Handwerker auszubilden. Sie sollen beim Bau im August und September einbezogen und auch bezahlt werden.

Die Universität hat einen Verein gegründet für das soziale Projekt. Steffi und ihre Mitstreiter haben bereits Glühwein verkauft, ein Benefizkonzert organisiert und das Team einer Münchner Bar davon überzeugt, den Erlös eines Arbeitstages zu spenden. Insgesamt 70 000 Euro werden gebraucht, um die drei Gruppenräume für die Kinder von 0 bis sechs zu bauen.

@Weitere Informationen im Internet unter: www.orangefarm-tum.de

 

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