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Johannesburg

Das Township Orange Farm liegt etwa 40 Kilometer vom Stadtzentrum Johannesburgs entfernt und ist durch einen großen Highway mit der Stadt verbunden. Weit ab von urbanen Strukturen zeichnen sich in diesem Gebiet deutlich die Spuren der Apartheid ab.

Die Gründung Johannesburgs geht auf das Jahr 1886 zurück, als durch die Entdeckung einer Goldader die Zuwanderung rasant zunahm. Innerhalb von wenigen Jahren stieg die Bevölkerung auf heute über drei Millionen Bewohner an, deren Mehrheit in den Townships im Süden Johannesburgs lebt, welche ursprünglich temporäre Wohnquartiere für die Mienenarbeiter bildeten.

Diese Wohngebiete weiteten sich zu informellen Siedlungen aus, als die schwarze Bevölkerung im Zuge der Apartheidpolitik aus den Städten umgesiedelt wurde. Das Leben im Township ist von fehlender Infrastruktur, Kriminalität, Gewalt, Missbrauch und AIDS geprägt. Trotz des langsam aufkommenden Wirtschaftsaufschwungs besteht ein Mangel an Arbeitsangeboten, so dass weit über die Hälfte der Einwohner arbeitslos ist und über ein geringes Einkommen verfügt.
Die ausschließlich schwarzen Bewohner leben in selbst gebauten Wellblechbaracken – so genannten Shacks - die das Bild der Umgebung dominieren. Nur öffentliche und wenige private Gebäude sind Ziegelbauten.

Im Gegensatz zu Schulen werden Kindergärten nicht vom Staat gefördert, sondern privat von Einzelpersonen geführt und finanziert. Bedingt durch stark eingeschränkte Mittel befinden sich Kindergärten meist in sehr schlechtem Zustand.
Inmitten dieses Umfelds bietet die Khanyisani Preschool etwa 30 Kindern einen betreuten Aufenthaltsort.
Obwohl sich der einzige Gruppenraum im Sommer stark aufheizt und im Winter keinen klimatischen Schutz bietet, verbringen die Kinder darin auf engstem Raum einen Großteil der Zeit. Der ungepflegte, schwer überschaubare Außenbereich wird als Spielfläche kaum genutzt, da nur wenige verschattete Plätze vorhanden sind.

Die geplanten architektonischen Eingriffe auf dem Grundstück sollen flexible und großzügige Innenräume, überdachte Außenflächen und Spielmöglichkeiten schaffen.